Im Rahmen der langjährigen Kooperation zwischen der Hospizgruppe Vaihingen an der Enz unter der Leitung von Frau Felicitas Benz und dem Karl-Gerok-Stift wurden heute handgefertigte „Handschmeichler“ an das Karl-Gerok-Stift übergeben. Die Geschenkstücke, gefertigt im Nähstübchen Enzweihingen, unterstützen die Bewohnerinnen und Bewohner bei der Sinnesanregung und beruhigender Begleitung.
Das Nähstübchen wurde 2015 von Hildegard Bertsch ins Leben gerufen, als die ersten Geflüchteten nach Deutschland kamen. Bertsch fragte sich damals: „Was können wir für die Frauen tun?“ Gemeinsam mit dem ökumenischen Arbeitskreis Asyl sowie der katholischen und evangelischen Kirche entstand ein offenes Angebot, das Integration, Handwerk und Gemeinwohl verbindet. Stoffspenden ermöglichen das Projekt, der Inhalt der Handschmeichler stammt aus einer Spende der Vaihinger Mühle.
Die kleinen, weichen Täschchen werden gezielt bei Bewohnerinnen und Bewohnern des Karl-Gerok-Stifts eingesetzt. Sie dienen als sinnliche Anregung, bieten taktile Stimulation und können bei unruhigem Verhalten, etwa beim typischen Bettnesteln, beruhigend wirken. Die Stücke sind handgefertigt und liebevoll verarbeitet.
Am 18.05.2026 nahm Herr Nils Putze, Pflegedienstleitung und stellvertretende Hausdirektion des Karl-Gerok-Stifts, die Handschmeichler in Empfang. Herr Putze besichtigte das Nähstübchen und ließ sich die einzelnen Fertigungsschritte von Hildegard Bertsch zeigen. Sie leitet das das Projekt „Nähstübchen“ ehrenamtlich, organisiert und koordiniert.
Das Nähstübchen wird weitere Handschmeichler anfertigen und dem Karl-Gerok-Stift regelmäßig Nachschub liefern. Stoffspenden sind stets willkommen; Interessierte werden gebeten, ihre Spenden vorher mit dem Nähstübchen im katholischen Gemeindehaus Enzweihingen abzustimmen.